Niederösterreich baut Spitzenplatz im e5-Programm weiter aus
25 neue „e’s“ für Niederösterreich – alle 18 teilnehmenden Gemeinden bestehen Qualitätsprüfung
e5-Auszeichnungsveranstaltung 2025 in Tulln mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (Mitte) sowie Geschäftsführer der eNu Herbert Greisberger (2. v. r.)
Alle 18 heuer geprüften e5-Gemeinden konnten ihre Qualität erfolgreich unter Beweis stellen und gemeinsam 25 zusätzliche „e’s“ erarbeiten, obwohl die Anforderungen erst im Vorjahr deutlich verschärft wurden. Sieben Neueinsteiger-Gemeinden überzeugten beim ersten Audiit und vier Gemeinden konnten sogar ein "e" dazugewinnen.
Beim großen e5-Austausch im Atrium Tulln diskutierten rund 90 Gemeindevertreterinnen und -vertreter mit Energieexpertinnen und -experten zu aktuellen Themen wie Speichermanagement und dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). Im Rahmen der Veranstaltung „Pioniere der Energiewende“ wurden anschließend 18 Gemeinden für ihr vorbildliches Engagement im e5-Programm ausgezeichnet sowie 36 Energiegemeinschaften mit mehr als 100 Mitgliedern geehrt.
Energieeffizienz im Fokus – neues Entlastungspaket für Gemeinden
Ein zentrales Thema des Tages war die Frage, wie Gemeinden ihre Energiekosten nachhaltig senken können. Die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu) entwickelt dafür derzeit ein umfassendes Energieentlastungspaket, das vor allem Kommunen mit knappen Budgets unterstützen soll. Im Mittelpunkt steht eine intelligente Energieplanung, bei der Photovoltaikanlagen, Speicherlösungen und Energiegemeinschaften optimal aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist es, den Eigenverbrauch zu erhöhen, Einspeisespitzen zu reduzieren und Energiekonzepte so zu gestalten, dass sie sich rasch rechnen und langfristig entlasten. In Tulln und Perchtoldsdorf laufen bereits erste Pilotprojekte. Nach Abschluss der Testphase soll das Angebot ab 2026 allen Gemeinden kostenlos zur Verfügung stehen.
Vom Späteinsteiger zum Spitzenreiter
Obwohl Niederösterreich erst 2010 als letztes Bundesland ins e5-Programm eingestiegen ist, hat es heute die meisten e5-Gemeinden im Bundesland. Die aktuell 67 e5-Gemeinden erreichen bisher gemeinsam 221 „e’s“ und zeigen eindrucksvoll, wie konsequent und auf hohem Niveau im Land an erneuerbaren Energien und Energieeffizienz gearbeitet wird. Die neuen Bewertungsmaßstäbe mit Zielpfad Klimaneutralität 2040 erfassen den tatsächlichen Fortschritt etwa bei Sanierungen, klimafreundlicher Mobilität, dem Radwegeausbau und dem Ausstieg aus fossilen Heizsystemen. Viele Gemeinden bleiben trotz steigender Anforderungen auf Kurs und beweisen, dass verantwortungsvolle Energieplanung sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bringt. Mit Zwettl plant bereits eine weitere Gemeinde ihren Beitritt für 2026 , und weitere Kommunen haben ihr Interesse signalisiert.
Die ausgezeichneten e5-Gemeinden 2025
Allhartsberg (4e), Ober-Grafendorf (4e), Tulln (4e), Tattendorf (4e), Absdorf (3e), Aschbach-Markt (3e), Hollabrunn (3e), Kaumberg (3e), Lassee (3e), Sigmundsherberg (3e), Traismauer (3e), Zeillern (3e), Blumau-Neurißhof (3e), Gumpoldskirchen (3e), Laab im Walde (3e), Oed-Oehling (3e), Spillern (3e), Traiskirchen (3e)
Das hervorragende Ergebnis unterstreicht die Arbeit und den damit verbundenen Fortschritt der ehrgeizigen Gemeinden.
Bildergalerie
Erich Marschik
Marktgemeinde Absdorf
Erich Marschik
Marktgemeine Allhartsberg
Erich Marschik
Marktgemeinde Aschbach-Markt
Erich Marschik
Gemeinde Blumau-Neurißhof
Erich Marschik
Marktgemeinde Gumpoldskirchen
Erich Marschik
Stadtgemeinde Hollabrunn
Erich Marschik
Marktgemeinde Kaumberg
Erich Marschik
Gemeinde Laab im Walde
Erich Marschik
Marktgemeinde Lassee
Erich Marschik
Marktgemeinde Ober-Grafendorf
Erich Marschik
Marktgemeinde Oed-Öhling
Erich Marschik
Marktgemeinde Sigmundsherberg
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Marktgemeinde Spillern
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Gemeinde Tattendorf
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Stadtgemeinde Traiskirchen
Erich Marschik
Stadtgemeinde Traismauer
Erich Marschik
Stadtgemeinde Tulln
Erich Marschik
Marktgemeinde Zeillern