e5-Stadt Baden: 20 Familien testen das Klimaschutzabkommen
Das Projekt „Paris-Baden“ wurde als nachhaltiges Bildungsprojekt 2021 ausgezeichnet.
Größe: 27 km2
EinwohnerInnen: 25.818
Meereshöhe: 220 m
e5-Beitritt: 2011
Letztes Audit: 2023
Auszeichnungen:
Umsetzungsgrad: 79,4 %
Stadtgemeinde Baden
Hauptplatz 1, 2500 Baden
stadtamt@baden.at
energiereferat@baden.gv.at
www.stadtgemeinde-baden.at
Bürgermeister: Bgm. DI Stefan Szirucsek
e5-Teamleiter: Dr. Gerfried Koch
e5-Energiebeauftragter: Dr. Gerfried Koch
e5-Betreuer: Mag. Markus Maxian, MA (eNu)
Am 12. April 2011 trat die Stadtgemeinde Baden als eine der ersten Pilotgemeinden in Niederösterreich dem e5-Landesprogramm bei. Aufgrund der Mitgliedschaft beim Klimabündnis seit 1999 wurden in Baden im Bereich Klimaschutz und Energie schon davor zahlreiche Aktivitäten gesetzt, die auch wiederholt mit Umweltpreisen ausgezeichnet wurden.
Gleichzeitig wurde mit der Einrichtung des Klima-und Energiereferats die verwaltungstechnische Struktur geschaffen um die Umsetzungen im Bereich Energie und Klimaschutz in der Stadtgemeinde zu bündeln. Der Beitritt zum e5-Programm erfolgte ebenso im Jahr 2011 wie die Gründung der Klima-und Energiemodellregion (KEM) „Badener Energiekur“. Im Klima- und Energiereferat laufen alle Aktivitäten im Bereich Klimaschutz und Energie zusammen (e5-Programm, Energiebuchhaltung der Gemeindegebäude, Klima- und Energiemodellregion, Faire Gemeinde, Klimabündnisgemeinde, Förderungen und Angebote für die Bürgerinnen und Bürger, Energieberatungen, Forschungsaktivitäten, uvm.).
Zu den aktuellsten Vorzeigeprojekte zählen die Errichtung eines Kleinwasserkraftwerks im urbanen Raum, vier BürgerInnenbeteiligungen bei der Errichtung von PV-Anlagen, die Etablierung des e-Carsharing Angebots „bea“ mit 4 e-Autos und mehr als 80 Teilnehmerinnen, verkehrsberuhigende und bewusstseinsbildende Mobilitätsmaßnahmen bei Schulen, die Etablierung der KLIMA & UMWELT FILMTAGE BADEN (seit 2013 jährlich), thermische Sanierungen von öffentlichen Gebäuden, die Umrüstung von 10 kommunalen Dienstfahrzeugen auf e-Fahrzeuge, Errichtung von 22 e-Ladestellen, sowie zahlreiche Aktivitäten mit BürgerInnen und Schulen zu Themen der Energiewende und des Klimawandels. Die Stadtgemeinde Baden wurde für viele vorbildliche Projekte mit Preisen ausgezeichnet. (Österreichischer Klimaschutzpreis Junior 2018, NÖ-VCÖ Preis 2017, NÖ Mobilitätspreis 2018, Climate Star 2007 und 2014; österreichischer KEM-Manager der Jahres 2015, Walking Award 2018).
Auch bei der Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität ist die Stadt Baden Vorreiter in NÖ. Das ist dem Bemühen der Stadt geschuldet, insbesondere den Radverkehr, aber auch den öffentlichen Verkehr und die Attraktivität der Fußwege (Kur-Tourismus, Stadt der Parks und Gärten), in allen Verkehrsentscheidungen konsequent mitzudenken und damit die Lebensqualität der Stadt weiter zu erhöhen. Bereits seit dem ersten Verkehrskonzept 1988 ist die Förderung des Radverkehrs eine zentrale Maßnahme.
Die Erhöhung der Energieeffizienz bestehender Gebäude und Anlagen ist eine zentrale Herausforderung, insbesondere bei alter Bausubstanz und Denkmalschutz. Hervorzuheben ist der Anteil der Versorgung der gemeindeeigenen Gebäude mit erneuerbarer Wärme durch ein biogenes Nahwärmenetz. 97 % des Wärmeverbrauchs für die öffentlichen Gebäude wird bereits durch erneuerbare Energieträger bereitgestellt.
In der Stadtgemeinde Baden, sind die Themen Energiewende, Klimaschutz oder Klimawandel bei einem breiten Teil der BewohnerInnen und UnternehmerInnen angekommen. Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit ist präsent, dass die Stadt sich dieser Themen annimmt und Veränderungen vorantreibt. In den Jahren 2017 und 2018 wurden über 200 Pressemeldungen, Veranstaltungsankündigungen und Nachberichte veröffentlicht.